Aus dem Flugzeug gerissen, alleine und verletzt im Dschungel, überlebt diese 17 jährige trotz aller Widrigkeiten.

Nimm dir einen Moment und versetze dich zurück, als du 17 warst. Was war dein größtes Problem das dich beschäftigt hat? Vielleicht ein Algebra Test in der Schule, oder das Lieblingseis, das Mutti hoffentlich nicht vergessen hat?

Die Geschichte von Juliane Köpcke hingegen ist komplett anders, als die einer normalen 17 Jährigen!

Köpckes Eltern Hans und Maria

Die deutsche Familie Köpcke hatte sich in Peru niedergelassen wo beide Eltern als Zoologen arbeiteten. Juliane und ihre Mutter reisten von Lima nach Pucallpa, um ihren Vater zu treffen. Es war eine stürmische Nacht und die gewählte Fluggesellschaft nicht die sicherste, aber es war die einzige Möglichkeit um Weihnachten gemeinsam zu verbringen.

Juliane mit ihrer Mutter im Dschungel

Um Mitternacht schlug ein Blitz in die rechten Seitel des Flugzeuges ein und durch das entstandene Loch wurden Passagiere aus der Kabine gesaugt. „Wir standen Kopfüber und Weihnachtsgeschenke flogen an uns vorbei. Ich hörte Schreie.“

„Plötzlich eine unglaubliche Stille. Das Flugzeug war verschwunden! Ich musste bewusstlos gewesen sein. Ich flog durch die Luft und konnte unter mir den Wald sehen.“ 3.000 Meter über dem Dschungel des Amazonas, wurde das Flugzeug auseinandergerissen und Köpke samt Sitzreihe aus dem Flugzeug katapultiert.

Koepcke bei den Resten ihrer Sitzreihe

Nach Expertenmeinung, ist der von den Sitzen verursachte Luftwiderstand, die Position des Aufpralls und die dicht belaubten Bäume für das Überleben von Juliane verantwortlich. Sie überstand den Absturz mit einem gebrochenen Schlüsselbein, einem Schnitt an ihrem Arm und einem geschwollenen Auge.

Aber es war ein Fall aus der Pfanne ins Feuer, denn jetzt war Köpcke allein im Dschungel.

Ein Foto von Juliane kurz vor dem Flug.

Als erstes versuchte sie ihre Mutter zu finden, die neben ihr saß. Sie musste aus ihrem Sitz geglitten sein, weil Juliane sie nicht finden konnte. Ihr einziger Fund war eine Tüte Süßigkeiten, die ihre einzige Nahrung für die nächsten 10 Tage sein sollte auf der Suche nach Hilfe.

Julianes Vater Hans hatte ihr einige Überlebens-Tricks beigebracht, die sie nun gut gebrauchen konnte. Ein Rat war, einem Fluss zu folgen. Flüsse führen meist durch Dörfer, da dies meist das einzige Trinkwasser für die Bewohner des Dschungels darstellt.

Sie ging tagelang stromabwärts ohne nachts zu schlafen, weil die ständigen Insektenstiche sie wach hielten. Sie durchquerte Gebiete mit Piranhas und Krokodilen ohne die Nerven zu verlieren. Durch den Biologieunterricht der Eltern wusste sie, wie sie sich verhalten musste.

„Manchmal sah ich ein Krokodil am Ufer, das sich jederzeit zu mir ins Wasser gesellen könnte. Aber ich hatte keine Angst“, sagte sie. „Ich wusste, das Krokodile nicht dazu neigen Menschen anzugreifen.“

Nach 9 Tagen im Fluss stolperte Köpcke über ein Boot. Die nächste Lektion ihres Vaters im Notfall war, Wunden zu versorgen und zu desinfizieren. Durch das besprühen mit dem Benzin aus dem Boot, konnte sie alle schädlichen Parasiten eliminieren und ihre Wunde desinfizieren.

Köpke als sie gefunden wurde.

Am nächsten Tag fanden Holzfäller Juliane am Boot und brachten sie in Sicherheit. Sie und ihr Vater gingen zurück nach Deutschland. Später jedoch wurde sie Biologin und zog zurück nach Peru.

Rückblickend betrachtend sagt Köpke, das nicht die ständige Gefahr der schlimmste Teil dieser Erfahrung war. Sondern das Gefühl schuldig zu sein, als einzige Überlebende des Absturzes.

Juliane heute

„Lange Zeit plagten mich Alpträume und die Trauer um den Tod meiner Mutter und der anderen Passagiere. Der Gedanke warum gerade ICH die einzige Überlebende war, verfolgte mich. Bis heute.“

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