Sie hält ein totes Baby im Arm. Diese Krankenschwester packt aus, womit sie jeden Tag zu kämpfen hat

Krankenschwester Brittany Denise kümmert sich auf der Frühchen-Station um frühgeborene Babys und natürlich auch um deren Eltern. Jetzt hat die junge Frau mit wirklich berührenden Worten einen Einblick davon gegeben, was die Arbeit als Krankenschwester auf der Frühchenstation eigentlich bedeutet.

Wir haben den englischen Originaltext für Dich übersetzt:

„Eigentlich alle die mich kennen, wissen dass ich eine Krankenschwester auf der Frühchen-Station bin. Die meisten denken, dass ich dort Babys füttere und wiege, was ich ab und zu auch wirklich machen darf. Aber mein Job beschränkt sich nicht nur darauf, es ist so viel mehr.

Ich kümmere mich um die Babys, welche zu früh geboren worden und ohne moderne Technik und Medizin nicht überleben würden…  Sie werden an Atemmaschinen angeschlossen und sind auf lebensrettende Medikamente angewiesen.

Ich analysiere Laborwerte, lege Kanülen und dosiere die Medizin.

Ich zeige einem jungen Vater, wie man dem winzigen Frühchen die Windel wechselt.

Ich lege Babys auf die Brust ihrer Mutter (oft mit vielen Kabeln und Schläuchen). Oft halten sie dann ihr kleines Baby nach Wochen das erste Mal in den Armen.

Ich spende Trost, wenn die Mutter ansehen muss, wie ihr kleines zerbrechliches Baby mit Nadeln und Kanülen behandelt werden muss.

Ich feiere jeden Fortschritt zusammen mit den Eltern, denn jeder gute Blutwert, jedes zugelegte Gramm Gewicht und jeder Schlauch, der entfernt wird, ist es Wert gefeiert zu werden.

Ich freue mich auf den Tag, wenn die Eltern ihr Baby mit nach Hause nehmen können nach, nachdem sie Monate auf der Frühchen-Station verbringen mussten.

Ich erlebe echte Wunder. Ich bin dabei, wenn kleine Leben zurückkommen, obwohl die Chancen sehr schlecht standen. Leider nicht immer…

Ich helfe dabei, Babys wiederzubeleben, nachdem ihr Herz stehen geblieben ist und die kleinen Körper einfach nicht mehr funktionieren wollen.

Ich quäle mich und denke darüber nach, was wir hätten besser oder anders machen können und ob wir wirklich alle medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft haben.

Ich übergebe diese kleinen Leben zu den Eltern, wenn es seine letzten Atemzüge macht weil Technik und Medizin nichts mehr verrichten können.

2016-06-07 01_36_24-Mae auf Instagram_ „Trigger warning_ infant loss.💙 By Brittany Denise Most everQuelle: Instagram

Ich verabreiche Medizin, damit sie ihre letzten Momente auf Erden ohne Schmerzen verbringen können.

Ich helfe dabei, Gipsabdrücke und andere Erinnerungsstücke anzufertigen, welche die Familien ewig erhalten können.

Ich teile meine Erinnerungen mit den Familien, während wir lachen und weinen.

Ich umarme die Familienmitglieder, wenn sie zum letzten Mal aus dem Baby-Zimmer kommen und hoffe dabei, dass meine Worte ihnen ein wenig Trost bringen.

Manchmal weine ich im Auto auf dem Weg nach Hause, in der Dusche oder wenn ich versuche einzuschlafen.

Ich verlasse mich auf meine Kollegen. Die anderen Krankenschwestern mit denen ich zusammen arbeite. Sie teilen ihr Wissen und ihre Weisheiten mit mir und sind immer eine starke Unterstützung.

Es ist mein „Job“ eine Krankenschwester auf der Frühchenstation zu sein und immer wieder zeigt sich, dass es so viel mehr ist.

Ich habe dieses Foto von mir und dem Frühgeborenen mit ausdrücklicher Erlaubnis der Mutter geteilt, welche gerne die Geschichte ihres Sohnes und kleinen Kämpfers teilt. Dieses Bild wurde gemacht, nachdem er uns verlassen hatte und es war für mich ein Segen, in diesen Momenten bei ihm und seiner Mutter zu sein. Ich weiß, dass es den anderen Krankenschwestern genauso ging.“

Die Krankenschwester zeigt mit ihren bewegenden Worten, was diese Frauen und Männer in den Frühchenstationen jeden Tag leisten. Man kann ihnen nicht genug für ihre Arbeit danken!

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