Das Foto eines gelassenen Vaters und seinem schreienden Kind, geht um die Welt. Zeigt es uns eine wichtige Erziehungslektion oder nicht?

Manchmal sind Kinder einfach nicht zu beruhigen. Wie frustrierend das für die Eltern ist, hat jeder schon einmal am eigenen Leib oder am Beispiel anderer mitbekommen. Das Kind schreit hysterisch und es scheint nichts zu geben, was es beruhigen kann. Das ganze passiert oft auch noch an öffentlichen Plätzen, sodass jeder die Situation mitbekommt.

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Den Eltern sieht man meistens an, wie peinlich ihnen die Situation ist. Justin Baldoni, der durch seine Rolle in der Fernsehserie „Jane The Virgin“ berühmt wurde, erlebte diese Situation mit seiner Tochter. Er wusste noch, was sein Vater in ähnlichen Situationen getan hatte und wollte der Welt davon erzählen.

Justin war gerade mit seinem Vater und seiner Tochter Maiya shoppen. Er postete später ein Foto, auf dem beide Männer zu sehen sind, wie sie Maiya ansahen, die weinend auf dem Boden lag. Justin und sein Vater blieben ruhig, obwohl die anderen Besucher im Einkaufszentrum sie bereits anstarrten.

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Justin erinnert sich noch daran, dass sein Vater ihn damals genau das hat fühlen lassen, was er gebraucht hatte.

„Emily hat das bei Whole Foods aufgenommen. Es ist eins meiner Lieblingsbilder von mir und meinem Vater. Zwei Männer, die in Stille zusammenstehen, für immer verbunden durch bedingungslose Liebe für einander und diese brandneue, rohe und reine Seele, für die wir bis ans Ende der Welt gehen würden.

Ich weiß noch genau, wie oft ich das gemacht habe, als ich so alt war wie sie. Mein Vater hat mir viel darüber beigebracht, was es bedeutet ein Mann zu sein, aber dieser Post handelt nur von einer Sache.

Sich wohl zu fühlen in unwohlen Momenten. Etwas, was er mir immer wieder gezeigt hat, als ich aufwuchs. Es gibt keine perfekten Eltern, aber mein Vater hat mir beigebracht, dass ein Elternteil nicht nur dann gut ist, wenn andere es dafür halten. Ich erinnere mich nicht daran, dass er jemals „Du bist peinlich“ oder „Hör auf zu weinen“ zu mir gesagt hat. Erst jetzt weiß ich, wie wichtig das für meine emotionale Entwicklung war.

Unsere Kinder lernen und verarbeiten so viele Informationen und manchmal wissen sie nicht, wo sie mit all den Gefühlen hin sollen. Ich will, dass meine Tochter weiß, dass es okay ist, was sie tief in sich fühlt. Es ist mir nicht peinlich, wenn sie sich im Supermarkt aufregt oder im Flugzeug schreit. Ich bin ihr Vater… nicht eurer.

Lasst uns nicht peinlich berührt durch unsere Kinder sein. Sie reflektieren nicht auf euch. In Wahrheit sollten wir wohl alle ein bisschen netter und geduldiger mit uns selbst sein. Wenn wir unseren Gefühlen freien Lauf ließen und weinen würden, wenn wir uns danach fühlen, könnten wir selbst glücklicher sein.

Und das ist etwas, wovon unsere Welt definitiv etwas mehr gebrauchen könnte.
Der Druck, den wir von der Gesellschaft bekommen – vieles davon wohl auch unterbewusst – kann Eltern dazu bringen, sich selbst in Frage zu stellen.“

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Wie Justin schon schrieb: Es sollte okay sein, wenn Kinder ab und an mal überfordert mit einer Situation sind! Aber ist es dann okay sie mit ihren Gefühlen alleine zu lassen? Oder sollten wir sie in den Arm nehmen und trösten und somit signalisieren, dass wir für sie da sind.

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