6 Stunden lang erlaubte eine Künstlerin ihrem Publikum ALLES mit ihr zu machen – das war das verstörende Ergebnis

Die Performance-Künstlerin Marina Abramović startete 1974 ein gewagtes Projekt. Sechs Stunden lang lieferte sie sich ihrem Publikum vollkommen aus. Der Ausgang war verstörend.

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Die Künstlerin stellte sich starr in einen Raum eines Studios. Auf einem Tisch platzierte sie 72 Gegenstände. Auf einem Schild stand: „Es gibt 72 Gegenstände auf dem Tisch, mit denen man an mir machen kann, wie es einem beliebt.

Performance.

Ich bin ein Gegenstand.

Während dieser Zeitspanne übernehme ich die volle Verantwortung.

Dauer: 6 Stunden (20 Uhr – 2 Uhr)“

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Die Gegenstände waren aufgeteilt in „Objekte des Vergnügens“ und „Objekte der Zerstörung“. Darunter waren Federn, Blumen, Weintrauben, Parfum, Wein, Brot sowie Messer, Scheren, eine Metallstange, Rasierklingen und eine geladene Pistole.

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In den ersten Stunden passierte nicht viel. Ein paar Fotografen näherten sich ihr und das Publikum küsste sie, hob ihre Hände in die Luft und gab ihr Blumen in die Hand.

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Doch schon bald wurde es unangenehm: Menschen trugen sie herum, legten sie auf den Tisch und das Messer zwischen ihre Beine. Sie wurde von Männern an intimen Stellen angefasst. Nach drei Stunden kamen verstärkt die „Objekte der Zerstörung“ zum Einsatz.

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Das Publikum schnitt ihre Kleidung auf. Ein Mann ritzte sie mit einer Rasierklinge am Hals um ihr Blut zu trinken. Doch das war nur der Anfang…

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„In der dritten Stunde hatte man ihr mit Rasierklingen die Kleidung vom Leib geschnitten. In der vierten Stunde begannen die Klingen ihren Körper zu erkunden. Einige kleinere sexuelle Übergriffe wurden ihrem Körper angetan. Sie war derart für das Stück engagiert, dass sie eine Vergewaltigung über sich hätte ergehen lassen“, erzählt der amerikanische Kunstkritiker Thomas McEvilley, der das Stück beobachtete.

Für Marina waren die letzten zwei Stunden besonders schlimm: „Ich fühlte mich vergewaltigt, sie schnitten mir die Kleidung vom Leib, sie drückten mir Rosendornen in den Bauch, zielten mit einer Pistole auf meinen Kopf.“

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Als die sechs Stunden vorbei waren konnte ihr niemand mehr in die Augen sehen. Das „Publikum“ verflüchtigte sich.

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Über den Verlauf gibt es heute widersprüchliche Aussagen. So bildeten sich analog zu den Gegenständen wohl eine „Aggressor-Gruppe“ und eine „Beschützer-Gruppe“. Als jemand die Pistole auf sie richtete, soll es Gerangel gegeben haben. Nichtsdestotrotz ist das Ergebnis des Experiments erschütternd.

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„Diese Arbeit enthüllt etwas wirklich Schreckliches über die Menschen: Es zeigt, wie schnell jemand unter begünstigenden Umständen dich verletzen kann. Es zeigt, wie einfach es ist, jemanden zu entmenschlichen, der sich nicht wehrt. Es zeigt, dass eine Mehrheit von ’normalen‘ Leuten offensichtlich wirklich gewalttätig werden kann, sofern man ihnen eine Bühne bietet.“, sagt Marina. Leider hat sie Recht.


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