Ein Mann will sich scheiden lassen. Doch die Antwort seiner Frau schockt ihn

Ein Mann kam eines Abends nach der Arbeit nach Hause. Seine Frau hatte das Essen gekocht. Als sie fertig mit dem Essen waren nahm er ihre Hand und sagte: „Ich möchte mich scheiden lassen.“

Anstatt sich aufzuregen fragte sie mit weicher Stimme nach dem Grund. Der Mann zögerte. Er wollte nicht antworten. Wütend sprang sie auf: „Du bist kein Mann“, rief sie. In der Nacht wechselten sie kein Wort mehr miteinander. Die Frau überlegte die ganze Nacht, was der Grund für den Scheidungswunsch ihres Mannes sein konnte. Er wollte ihr die Antwort, dass er sie schlicht und ergreifend nicht mehr liebte, aber nicht geben.

Mit tiefen Schuldgefühlen arbeitete er einen Scheidungsentwurf aus, in dem stand, dass seine Frau das Haus, das Auto und 30% seiner Firma behalten durfte. Als er ihr den Entwurf präsentierte zerriss sie ihn. Die Frau, mit der er 10 Jahre seines Lebens verbracht hatte, war eine Fremde für ihn geworden. Sie tat ihm leid – wegen der Zeit, die sie mit ihm vergeudet hatte, ihrer Ressourcen und Energie, aber er konnte nicht zurücknehmen, was er zu ihr gesagt hatte. Schließlich brach sie doch in Tränen aus. Eine Reaktion, die er schon zu Beginn erwartet hatte. Die Scheidung fühlte sich jetzt realer an.

Als er am nächsten Tag von der Arbeit nach Hause kam, saß sie am Tisch und schrieb etwas. Sie hatte nicht gekocht, weshalb er direkt ins Bett ging und sofort einschlief.

Am nächsten Morgen präsentierte sie ihm ihre Scheidungsforderungen: Sie wollte nichts haben, aber sie bat darum, dass sie beide den nächsten Monat so weiterlebten wie zuvor. Ihre Gründe waren einfach: Ihr Sohn hatte in einem Monat seine Abschlussprüfungen und sie wollte nicht, dass diese wegen der Scheidung schlecht ausfielen.

Sie bat außerdem ihren Mann darum, sich an den Moment zu erinnern, als er sie an ihrem Hochzeitstag über die Türschwelle trug. Sie bat darum, dass ihr Mann sie von nun an einen Monat lang jeden Morgen vom Schlafzimmer zur Tür trug. Der Mann dachte, dass sie verrückt geworden sein musste. Aber er stimmte zu, in der Hoffnung, dass dieser letzte Monat so reibungslos wie möglich verlaufen würde.

Als er sie am ersten Tag trug waren beide etwas tollpatschig und stießen dauernd irgendwo gegen. Doch ihr Sohn war direkt hinter ihnen und sang: „Papi trägt Mami auf seinen Händen!“ Der Gesang schmerzte dem Mann sehr. Er trug seine Frau vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer und zur Haustür. Sie schloss ihre Augen und sagte: „Sag unserem Sohn nichts von der Scheidung.“ Der Mann stimmte zu und setzte sie ab.

Am zweiten Tag waren sie weniger tollpatschig. Der Mann beobachtete seine Frau, während er sie trug. Lange Zeit hatte er sie schon nicht mehr richtig angesehen. Sie war nicht mehr jung. Ihr Gesicht war übersät mit kleinen Falten und ihr Haar hatte graue Strähnen. Ihre Ehe hatte ihre Spuren hinterlassen. Er überlegte, was ich er angetan hatte.

Am vierten Tag spürte er, als er sie hochhob, wie eine Spur Intimität wieder zwischen ihnen aufkam. Dies war die Frau, die ihm zehn Jahre ihres Leben gegeben hatte. Am fünften und sechsten Tag realisierte er, dass die Intimität zwischen ihnen wieder stieg. Über den Monat hinweg wurde es jeden Tag leichter sie zu tragen und auf einmal realisierte der Mann, dass sie sehr dünn geworden war.

Eines Morgens bemerkte er, wie viel Schmerz sie in ihrem Herz mit sich herum trug. Ohne darüber nachzudenken streckte er die Hand aus und streichelte ihren Kopf. In dem Moment kam ihr Sohn herein und sagte: „Papa, es ist Zeit, dass du Mama zur Tür trägst.“ Die Frau winkte ihren Sohn näher heran und umarmte ihn fest. Der Mann musste wegsehen.

Am letzten Tag des Monats hielt er sie ein weiteres Mal in seinen Armen, aber er konnte sich nicht bewegen. Er wusste instinktiv, was er nun zu tun hatte. Er ließ seine Frau stehen, fuhr zu seiner Freundin und erklärte ihr, dass er sich nicht scheiden lassen würde.

Auf einmal war ihm alles klar. Er hatte seine Frau am ersten Tag ins Haus getragen und „bis dass der Tod uns scheidet“ geschworen. Er kaufte einen Blumenstrauß und schrieb auf die Karte: „Ich werde dich jeden Morgen zur Tür tragen, bis dass der Tod uns scheidet.“

Als er nach Hause kam hatte er ein breites Lächeln im Gesicht. Doch seine Frau lag regungslos im Bett. Sie war gestorben. Später fand der Mann heraus, dass sie schon seit Monaten mit dem Krebs kämpfte. Sie wusste, dass sie schon bald sterben würde und wollte ihrem Sohn die Trennung seiner Eltern ersparen. Ein letztes Mal trug er sie nach draußen.

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