Eine Kiste wird am Flughafen zurückgelassen – als sie 7 Tage später aufgebrochen wird, sind alle Beteiligten schockiert

Jeden Tag werden am Flughafen Koffer und andere Gepäckstücke stehen gelassen. Die Flughafenmitarbeiter müssen diese dann verwahren und sich darum kümmern, dass die Besitzer gefunden werden. Am Beirut Rafic Hariri International Airport im Libanon wurde eine herrenlose, unbeschriftete Holzkiste gefunden.

Die Kiste war etwa 42cm hoch und mit mehreren Löchern versehen. Sie zog schnell die Aufmerksamkeit des Flughafenpersonals auf sich. Denn abgesehen von der Flugscheinnummer war die Kiste vollkommen unbeschriftet. Weder Sender noch Empfänger konnten festgestellt werden. Nur eines war klar: Die Kiste sollte nach Syrien verschifft werden.

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Es dauerte sieben Tage, bis ein Richter die Erlaubnis erteilte, die Kiste zu öffnen. Der Inhalt erschreckte das Personal zutiefst: In der Kiste lagen 3 sibirische Tigerbabys. Sie waren noch am Leben, aber stark abgemagert, dehydriert und mit Maden infiziert. Sie lagen in ihrem eigenen Urin.

“Nichts hatte darauf hingewiesen, dass die Kiste Tiger oder irgendwelche lebendigen Tiere enthielt”, schrieb die Tierschutzorganisation Animals Lebanon.

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Die Tigerbabys kamen aus der Ukraine und waren vermutlich auf dem Weg zu einem syrischen Zoo. Animals Lebanon forderte, die Tiere in Gewahrsam nehmen zu dürfen. Ein Richter stimmte dem zu. Die Organisation kümmerte sich sofort um tierärztliche Versorgung für die kleinen Raubtiere. Keines davon war geimpft und nur eines trug einen Mikrochip – obwohl laut Gesetz jedes hätte gechipt sein müssen.

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Schon bald ging es den Tigerbabys besser. Als die Geschichte publik wurde verlangte der ukrainische Zoo die Tiere zurück. “Große Katzen können auf dem Schwarzmarkt Zehntausende Dollar wert sein. Der Besitzer kämpft darum, sie zurückzubekommen, und wir kämpfen für die Tiger und die Durchsetzung des Rechts,” schreibt Animals Lebanon.

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Doch im Mai entschieden die libanesischen Behörden, dass die Tiger nicht zurück in den Zoo müssen. Sie bleiben unter der Obhut von Animals Lebanon.

“Vielen Dank für all eure Hilfe, die dazu beigetragen hat, dass all dies möglich gemacht wurde. So viele Menschen haben alles in ihrer Macht stehende getan, um dafür zu sorgen, dass alles gut geht und die Tiger nicht auf dem Schwarzmarkt landen!” freute sich die Organisation auf Facebook.

Nun müssen die Behörden über das Schicksal der Tiger entscheiden. Doch eines ist sicher: Es wird ihnen sehr viel besser gehen, als dort, wo sie hergekommen sind.

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