Archäologen entdecken antike griechische Mosaike in unberührtem Zustand – so etwas gibt es kein zweites Mal

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Stell dir den Nervenkitzel bei der Entdeckung von drei alten griechischen Mosaiken von vor 2.220 Jahren vor. Im Jahr 2014 entdeckten Professor Kutalmış Görkay von der Universität in Ankara und sein Team drei antike griechische Mosaiken, in der türkischen Stadt Zeugma, in der Nähe der Grenze zu Syrien.

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Für eine Überblick: Im Jahr 2007 erwartete Zeugma eine Überschwemmung im Zuge der Errichtung eines Staudamms. Archäologen befürchteten, dass sie die alten Schätze von Zeugma bei der Überschwemmung für immer verlieren könnten und begannen sofort mit Ausgrabungen.

Auf der Suche nach alten Schätzen stolperten sie über drei griechische Mosaike aus dem 2. Jh. v. Chr. Die Mosaike waren in fast unberührtem Zustand. Obwohl die Stadt Zeugma jetzt zu fast 80 Prozent unter Wasser liegt, setzt das Team seine Ausgrabungen fort in der Hoffnung noch weitere unentdeckte Schätze zu finden.

Hier sind einige der wunderschönen Artefakte, die sie entdeckt haben.

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Oben ist ein Mosaik der neun Musen: Klio, Melpomene („die Singende“), Terpsichore („die Tanzfrohe“), Thaleia („die Blühende“), Euterpe („die Ergötzende“)Erato, Urania, Polyhymnia („die Hymnenreiche“) und Kalliope („die Schönstimmige“).
In der Renaissance waren die neun Musen eine Inspiration für viel Künstler und es gab unzählige Kunstwerke als Anerkennung ihrer Bedeutung.
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Oben – Okeanus, Ursprung der Götter, sowie aller Flüsse, Meere, Quellen und Brunnen und seine Frau Tethys, die Meeresgöttin.

Laut Professor Görkay, hatten im 2. Jahrhundert vor Christus viele Häuser Mosaike. Sie hatten einen sozialen Aspekt, denn Gäste bewunderten sie beim Trinken und Essen, sowie bei der Unterhaltung mit den Gastgebern. Bestimmte Inhalte wurden konkreten Räumen zugeordnet. Zum Beispiel war in einem Schlafzimmer ein Mosaik von Eros dem Gott der begehrlichen Liebe.
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Das Musik oben, Thalia – die Muse der Komödie und idyllischen Poesie ist noch wunderschön erhalten.

Laut Experten wurden für Thalias Gesicht spezielle Glasstücke verwendet, die nur für dieses Mosaikgesicht benutzt wurden. Das Gesicht von Thalia ist unglaublich ansprechend. Ein Wunderwerk, das die Archäologen hier entdeckt haben.

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Im Mosaik oben, ein bekannter griechischer Gott, Poseidon – Gott des Meeres.

Eine kleine Reise in die Geschichte: Zeugma war zu seiner Zeit eine sehr wichtig Stadt aufgrund seiner Lage. Die Stadt lag genau an der Grenze zwischen der griechisch-römischen Welt und dem persischen Reich. Es diente als Knotenpunkt, den jeder überqueren musste.

Als das römische Reich dann zerfiel, erging es auch Zeugma so. Als Zeugma von den Persern 253 v. Chr. angegriffen wurde, geriet die Stadt in Vergessenheit, bis die Archäologen die vergrabenen Schätze wieder freilegten.

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